Spannende Geschichten, Sagen und Tatsachen aus Köln, erzählt von unseren Stadtführern
Das Köln der Römer PDF Print E-mail
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Thursday, 04 December 2008 09:49

 

Die Geschichte Kölns ist eng verbunden mit der der Römer. Aber: bereits vor dem Eintreffen der römischen Besatzungstruppen lebten am Rhein verschiedene Volksstämme. Zunächst die Kelten, dann der kulturell hoch entwickelte Germanenstamm der Ubier.

Dieser schloss mit den römischen Besatzern ein Friedens- und Handelsabkommen und siedelte von der rechten auf die linke Rheinseite um. Die neu entstandene “Stadt der Ubier” (Oppidum Ubiorum, ca. 38 v. Chr.) wurde nicht nur als zentrale Siedlung des Stammes der Ubier angelegt. Sie sollte als politisches, administratives und kultisches Zentrum der neuen Provinz Germanien dienen und wurde strukturell und baulich nach römischem Vorbild errichtet.

Auf Wunsch der Agrippina, Gattin des Kaiser Augustus, wurde der Siedlung im Jahre 50 n. Chr. das römische Stadtrecht verliehen. Und ein neuer Name: “Colonia Claudia Ara Agrippinensium” (abgekürzt CCAA, “Kolonie des Claudius und Standort des Altars der Agrippinenser”).

Die Spuren der Römer sind nach wie vor im Stadtbild präsent; Stadtmauern, Wasserleitungen, große Stadttore, Kunstschätze und auch Straßen existieren bis heute.

Tipp: Über das Köln der Römerzeit informiert das Römisch-Germanischen Museum direkt neben dem Dom! In der folgenden, von uns angebotenen Führungen erfahren Sie mehr über die Römer und ihr Köln:

Colonia Claudia Ara Agripinensium (CCAA) - Auf den Spuren der römischen urbs” (mit Besuch des Prätoriums)

 

Stadtstreicher Stadtführungen
“Wä uns nit kennt, dä kennt Kölle nit”

 
Der Kranz der romanischen Kirchen Kölns PDF Print E-mail
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Saturday, 22 November 2008 14:00

 

Keine andere deutsche Stadt hat ein solches Ensemble von romanischen Kirchen wie Köln. Den „Kranz der romanischen Kirchen“ bilden die zwölf auf uns gekommenen ehemaligen Stifts- und Klosterkirchen der mittelalterlichen „Sancta Colonia“. Durchweg von fürstlichen Stiftern für adlige Stiftsdamen und Stiftsherren initiiert, sind sie baugeschichtlich entsprechend qualitätsvoll und vielfach innovativ. Von der reichen Innenausstattung, insbesondere von den Fresken, blieb allerdings wenig erhalten.

Ihre Errichtung reicht vom 11. Jahrhundert, der Zeit der salischen Kaiser, bis zum Ende der Stauferzeit im hohen Mittelalter. Es ist die Zeit des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“, und der Stil, der sich jetzt repräsentativ durchsetzte, ist der allerdings erst im 19. Jahrhundert so bezeichnete „romanische Stil“. Mit dem „Imperium Romanum“ wurde auch architektonisch der römische Baustil - mit Rundbogen, Gewölbe, Apsis und Kuppel -  Bezugspunkt.

Allerdings wurden diese romanischen Kirchen nicht in einem Zug erbaut, vielfach noch nicht einmal als Ganzes geplant. Generationen veränderten, vergrößerten, verschönerten mit dem sich wandelnden Stil und Bedürfnis sowohl den Baukörper, dem gegebenenfalls Seitenschiffe, Kapellen und Türme hinzugefügt wurden, als auch das Innere. Bis 1247 währte diese Epoche. Die Stiftskirche St. Kunibert mit ihrem einzigartigen Glasfensterzyklus ist die letztgeweihte der romanischen Kirchen Kölns. 1248, mit der Grundsteinlegung zum Dom, zog die Gotik in die Stadt ein.

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Auf den Spuren der Heinzelmännchen PDF Print E-mail
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Saturday, 22 November 2008 13:30

 

In einer unserer beliebtesten Führungen, „Heinzelmännchen“ für Erwachsene, werden wir Ihnen einen tiefen Einblick in eine der bekanntesten Sagen Kölns geben. Im folgenden möchten wir Ihnen einen Eindruck verschaffen, wie eine Stadtführung mit einem unsrer "Stadtstreicher" aussehen könnte.

Vor Originalskulptur der Schneiderfrau Allgemeine Einleitung: Breiterer Rahmen, der Ihnen für Ihren Zug vielleicht Anregungen gibt.- Veröffentlichung des KStM. „Heinzelmännchen. Beiträge zu einer Kölner Sage“;

Gesamtkonzept der Führung:
Wie kommt es zu einer solchen Sage?
1. über Sage, Herkunft usw.
2. über die Stadt, in der sie situiert
3. über Brunnen, in der die Sage in Stein gefasst. (vgl. Rattenfänger in Hameln; Bremer Stadtmusikanten usw.); Sage muss ja bei ihrer Beliebtheit ja wohl etwas typisch Kölsches treffen!


1.  Zum Sagentext
a. Vorkommen des Namens und Assoziationen heute:
(privat 10 Eintragungen im Telefonbuch)
Varianten: Heinze(l) (?) (gewerbliches Okkupieren)
Studentenwerk; Gebäudereinigungsfirma; Hotel
Was verbinden wir mit dem Namen? (heimlich, schnell, korrekt u. zuverlässig; immer etwas, was schnell, korrekt und problemlos bewerkstelligt werden muss) 
Vgl. hilfreiche Zwerge / Wichtelmännchen (Schneewittchen);doch auch bösartige Zwerge, Giftzwerge (Schneeweißchen u. Rosenrot; Rumpelstilzchen; in Siegfried-Sage Schatzhüter),

b. Kopischs Gedicht (1838)
Bekanntheit durch Kindergärten, Lesebücher, Kinderbücher, Stadtführer, modernere Nachdichtungen von Tilman Röhrig, Yvonne Plum u.a..; doch
kaum Einbuße für Kopisch

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Der Kölner Friedhof Melaten PDF Print E-mail
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Saturday, 22 November 2008 13:12

 

Nicht alle Städte haben einen ‚Prominentenfriedhof’. In Berlin zum Beispiel ist es der Dorotheenstädtische Friedhof, in Bonn der sog. ‚Alte Friedhof’.

Der Kölner Prominentenfriedhof verdankt seine Gründung einem Napoleonischen Dekret von 1804. Mit ihm wurde - primär aus hygienischen Gründen - bestimmt, dass alle innerstädtischen Friedhöfe geschlossen würden. Köln lebte damals immer noch innerhalb seiner mittelalterlichen Stadtmauer. Statt der bisherigen Kirchhöfe sei außerhalb der Stadt ein Zentralfriedhof anzulegen.

Das war ein ungeheurer Kulturbruch; bildeten doch die alten Friedhöfe mit der jeweiligen  Pfarrkirche, in der man zumeist mit den Familienangehörigen getauft, getraut und ausgesegnet wurde, über Generationen eine vertraute Einheit. Ein im Zuge der Säkularisation kommunalisierter Zentralfriedhof zerriss diese Bindung der Begräbniskultur an die Kirche.
Seit 1810 wurden also die Kölner Bürger auf dem Friedhof Melaten beigesetzt, zunächst nur die Katholiken, da Juden und Protestanten ohnehin vor der Stadt beerdigt werden mussten.

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